Studium

Wo kann man außer an den universitären Ausbildungsstätten noch Kurse für ÜbersetzerInnen belegen?

ANTWORT: Sprachkurse mit Schwerpunkt Übersetzung werden mitunter auch von Kulturinstituten für die jeweilige Sprache angeboten.

Welche Sprachkombinationen sind gefragt?

ANTWORT: Angesichts der EU-Erweiterung sind sicherlich die Sprachen der neuen Mitgliedstaaten interessant.

Im Bereich des Simultandolmetschens sind nach wie vor in erster Linie folgende Sprachen gefragt: Englisch, Deutsch, Französisch.

REFERENZEN: Lesen Sie dazu auch im Mitteilungsblatt 1/2001 nach.

Was bedeutet die neue Studienordnung?

ANTWORT: Die seit 1972 geltende Studienordnung für "Übersetzer- und Dolmetscherausbildung" wurde in Wien im WS 2003 durch einen neuen zweistufigen Studienplan (3 Jahre Studium mit B.A.–Abschluss "Internationale Kommunikation", dann
2 Jahre M.A.–Studium "Translation", mit 4 Schwerpunkten bzw. Studienzweigen) abgelöst. Die Möglichkeit des Kurzstudiums mit dem Abschluss "akad. gepr. Übersetzer" gibt es nicht mehr, sie wurde vor einigen Jahren im Zuge des Inkrafttretens des Universitätsstudiengesetztes (UniStG) aus der (noch) geltenden Studienordnung gestrichen. In Zukunft soll es also nur mehr AbsolventInnen des "Grundstudiums" mit B.A.-Abschluss und AbsolventInnen mit vollwertiger Übersetzer-bzw. Dolmetscherausbildung (Abschluss: M.A.) geben. Die Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem gilt auch für die Universitäten Graz und Innsbruck.

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Muss man über ein abgeschlossenes Studium verfügen, um zu übersetzen bzw. zu dolmetschen?

ANTWORT: In Österreich kann man jederzeit als ÜbersetzerIn arbeiten, d. h. ohne Nachweis über entsprechende Sprachkenntnisse und translatorische Ausbildung, denn die Berufsbezeichnung "ÜbersetzerIn" und "DolmetscherIn" ist in unserem Land nicht geschützt.

ABER: In der Praxis stellt sich jedoch meist rasch heraus, ob SprachmittlerInnen die Sprache(n) und die Technik des Übersetzens/Dolmetschens beherrschen oder nicht. Schließlich sind wie in jedem anderen Expertenberuf einschlägige Aus- und Fortbildung sowie Berufserfahrung von essenzieller Bedeutung, und regelmäßige Auslandsaufenthalte sind für professionelle SprachmittlerInnen selbstverständlich.

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